Spielberichte

2. Spieltag (11. November 2001)
Sensation in Wittmund!!! Völlen stürzt den Spitzenreiter

Trotz zahlenmäßiger Unterlegenheit gelang den Völlener Königsspringern in Wittmund ein vollauf verdientes Unentschieden. Sogar ein Sieg lag gegen die favorisierten Wittmunder im Bereich des möglichen.

Die Völlener hatten das erste Brett freigelassen und damit dem SV Wittmund bereits zu Beginn den ersten Punkt beschert. Punkt zwei folgte schon nach kurzem Spielverlauf, als Holger Hinrichs am sechsten Brett seinem Gegner eine Mattkombination erlaubte. Zur gleichen Zeit hatte Sven Pruin aber schon die Weichen zur Aufholjagd gestellt. Nach einer schönen Kombination gab seine Gegnerin am fünften Brett auf.
Peter Oster (Brett 3) hatte Glück. Nach einem kapitalen Schnitzer seines Gegners glich er für Völlen aus. Nun lag es an Edmund Bruns und Johannes Coordes, ein zählbares Ergebnis für die Oberledinger zu holen. Beide boten zunächst in ausgeglichener Stellung Remis an. Doch die Wittmunder mochten noch nicht zustimmen.
Erst als sich die Waage an beiden Brettern zugunsten der Völlener Truppe neigte, mochten sie sich einer Punkteteilung nicht mehr verweigern. Damit holten die Völlener einen weiteren wichtigen Punkt im Kampf gegen den ewig drohenden Abstieg.


3. Spieltag (25. November 2001)
Völlener weiterhin ungeschlagen - Königsspringer holen ungefährdeten 4:2-Sieg gegen Emden II

Die Königsspringer aus Völlen setzen ihre Erfolgsserie fort und besiegen die zweite Garnitur der Königsspringer aus Emden mit 4:2. Nachdem die Völlener in den ersten beiden Saisonspielen jeweils nur mit fünf Spielern angetreten waren konnte an diesem Sonntag erstmalig auf eine komplette Mannschaft zurückgegriffen werden.
Nach ausgeglichenem Spiel ohne große spielerische Höhepunkte einigten sich Sven Pruin und Gerriet Hoogestraat an Brett fünf auf ein Remis.
Einen wichtigen Punkt holte der stark aufspielende Peter Oster an Brett zwei. Oster spielte von Beginn an forsch auf und erarbeite sich bereits nach wenigen Zügen einen Vorteil, den der Emder Meindert Iken nicht aufholen konnte. An Brett eins hatte sich Edmund Bruns gegen Helmut Dänekas Stück für Stück Übergewicht verschaffen können. Der Sieg für den Völlener war somit die logische Konsequenz.
Harald Schipper konnte sich am Brett vier nicht ganz entscheiden ob er nun verteidigen oder nicht angreifen sollte und schloss nach dieser massiven Hasenfußtaktik Waffenstillstand mit seiner Gegnerin Anita Redlich.
Nun dachte sich Holger Hinrichs am Brett sechs "Ich mach' das ganze mal wieder ein bisschen spannend!" und ließ sich von seinem Gegner Ingo Andreesen um ein paar Figuren erleichtern. Hinrichs gab seine Partie ab und bei den Gästen keimte nun noch mal Hoffnung auf, aus Völlen einen Punkt zu entführen.
Nun kam der große Auftritt des Völlener "Dauerbrenners" Johannes Coordes. Die beiden Mannschaftsführer - Johannes Coordes und Hans-Werner Hippler - verstanden es meisterhaft, die vorgegebene maximale Bedenkzeit für die ersten vierzig Züge fast bis auf die letzte Sekunde auszunutzen. Hippler konnte dem Druck des Erfolges und den dauernden Attacken von Coordes nicht Paroli bieten, beging Flüchtigkeitsfehler und gab nach fast vierstündiger Spielzeit auf.

Nach diesem souveränen Sieg belegen die Völlener nun hinter dem punktgleichen SV Wittmund den zweiten Tabellenplatz und haben den Abstieg wiederum erfolgreich verhindern können.
Für die Reservemannschaften des Fehntjer SK und der Königsspringer aus Emden wird die Luft nun dünner. Beide Teams stehen mit jeweils 0:6 Punkten am Tabellenende und treffen am nächsten Spieltag am 09. Dezember 2001 aufeinander. Hier wird sicherlich eine Vorentscheidung im Abstiegskampf fallen.


4. Spieltag (09. Dezember 2001)
Königsspringer wahren den Ruf des Angstgegners - Völlener siegen knapp mit 3½:2½ gegen den SC Aurich II

Auch nach dem vierten Spieltag bleiben die Völlener Königsspringer ungeschlagen. Gegen die zweite Mannschaft aus Aurich siegte man verdient mit 3½ : 2½ und festigte somit den Platz in der Spitzengruppe.

Da die Auricher nur mit fünf Spielern antreten konnten führten die Königsspringer bereits mit 1:0. Das erste Brett wurde freigelassen und Edmund Bruns kam zu einem hart erkämpften kampflosen Punkt ;-).
Am sechsten Brett besannen sich Holger Hinrichs und sein Auricher Gegenspieler Michael Daßler sehr schnell auf die vorweihnachtliche Harmonie und einigten sich auf eine Punkteteilung.
Besser machte es Sven Pruin an Brett fünf und gewann die Partie nach schönen Kombinationen gegen Erich Bruch. An Brett vier machte sich bei Harald Schipper mal wieder die Schachblindheit bemerkbar. Er musste seine Partie nach völlig überflüssigen Materialverlusten gegen Kazimir Dominiak abgeben.
Somit ergab sich mal wieder das altbekannte Schauspiel, dass die beiden Alt-Internationalen Peter Oster und Johannes Coordes den noch fehlenden Punkt zum Sieg holen sollten.
Peter Oster an Brett zwei hatte seinen Gegner Hans-Peter Decher in einer forschen Partie in die Enge getrieben. In Zeitnot und unter schwerem Beschuss machte Decher somit Flüchtigkeitsfehler und musste sich den Attacken Osters beugen. Mit diesem Punktgewinn war die Auricher Niederlage besiegelt.
In der noch ausstehenden Partie bewies Johannes Coordes wiederum mit traumwandlerischer Sicherheit, dass er abermals in der Lage war, die maximale Bedenkzeit bis aufs Äußerste auszunutzen (hierfür verdient er den Sonderpreis im Zeitmanagement [Anm. des webmasters]). Auch Johannes Coordes musste dem Zeitdruck Tribut zollen und verlor somit seine Partie gegen Peter Behrens.

In der Unterbezirksliga stellt sich die Tabelle nun als "Drei-Klassen-Gesellschaft" dar. An der Spitze stehen derzeit der SV Wittmund und die Völlener. Platz drei und vier belegen der SC Aurich II und Turm Holthusen II mit jeweils 4:4 Punken.
Am Tabellenende kämpfen nun Emden II und der Fehntjer SK II um den Verbleib in der Unterbezirksliga. Beide haben noch keinen Pluspunkt verbuchen können und treffen am nächsten Sonntag (16. Dezember 2001) im Abstiegsgipfel aufeinander.


5. Spieltag (06. Januar 2002)
Königsspringer entführen Punkte aus Rhauderfehn - SV Wittmund gelingt der direkte Wiederaufstieg

Am letzten Spieltag konnte sich das Spitzenduo eindeutig durchsetzen.

Dem SV Wittmund gelang mit einem 5½:½ gegen die Reserve des SC Aurich. Damit errang der SV Wittmund die Meisterschaft. Den Wittmundern gelang somit der ersehnte direkte Wiederaufstieg.

Die Völlener besiegten die zweite Mannschaft des Fehntjer SK mit 4½:1½ und sicherten sich die Vizemeisterschaft. Die Fehntjer konnten nur ersatzgeschwächt antreten, da die "Erste" aufgefüllt werden musste. Die Völlener hingegen konnten aus dem Völlen schöpfen (O-Ton Paul Vierling, FSK II).

An Brett sechs einigten sich bereits nach kurzer Zeit Holger Hinrichs und Nachwuchsspieler Uli Einhaus auf ein Remis. Kurze Zeit später konnte Sven Pruin aus seinem spielerischen Übergewicht Kapital schlagen und besiegte Werner Ulbts. Harald Schipper am fünften Brett hatte mal wieder einen rabenschwarzen Tag erwischt. Nachdem er sich eine solide Stellung erarbeitet hatte bewies er abermals, dass er in der Lage ist, sämtliche Vorteile ohne Probleme wegzuschmeißen. Sein Gegner - Robert Stürmeyer - bedankte sich artig und nutzte die Fehler gnadenlos aus.

Nun ging es an den ersten drei Brettern Schlag auf Schlag. Dr. Edmund Bruns (Brett 1) und Peter Oster (Brett 2) erarbeiteten sich Zug um Zug Vorteile und brachten ihre Gegner in arge Bedrängnis. Rolf Rehfeld konnte dem übermächtigen Druck von Peter Oster nicht widerstehen und wurde Matt gesetzt. Paul Vierling konnte die Bauernarmee von Dr. Bruns nicht stoppen und gab auf.

Somit war der Sieg für die Völlener perfekt. In der letzten Partie konnte Johannes Coordes einen weiteren Sieg verbuchen. Sein Gegner - Wilfried Seemann - gab aus Zeitmangel auf.

Die Völlener sicherten sich zum drittenmal in Folge die Vizemeisterschaft und blicken auf eine der erfolgreichsten Spieljahre der Vereinsgeschichte zurück.